Druckgewalt

Ich habe „NEIN“ gesagt,
doch von außen bettelnder Druck, der an mir nagt.
Bettelnder Druck lässt nun Ohren anschwellen.
Ohren, in denen Alarmglocken schrillen.
Ein Schrillen in Hoffnung zur Stärkung des inneren Willens,
damit der Mensch kann nicht mehr gefügig maßlose, externe Bedingungen stillen.
Bedingungen, die die Seele werden dauerhaft zerstören,
denn zu dieser Seele auch Pausen, Gleichberechtigung & Achtung gehören!

(C) Harley Hammer-Quin, 28.05.2015

Zorn3

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Was ist das Leben?

Was bedeutet „leben“?
Erfüllt es sich durch herzliches Geben?
Oder befriedigt es durch endloses Streben?
Sollst du dich bedeutungsvoll erheben?
Oder gar berauscht in allen Sinnen beben?
Erleichterst du dich mit dem Saft der Reben?
Oder sollst du dich in Gesundheit & Frischem einweben?
Ist es sinnvoll an Dogmen & Geboten zu kleben?
Oder kannst du es in deinen Adern gar fühlen, dein Leben?

(C) Harley Hammer-Quin

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die Verführung des Moments der greifbaren Nähe

Um das Leben in vollen Zügen zu leben,
du solltest nicht nach dem Fische in der Hand streben,
denn im Strom des Flusses das bloße Betrachten
lässt dich den Zauber deiner Möglichkeit im Erleben achten!

© Harley Hammer- Quin, 05.04.2015

Die Verführung des Moments der greifbaren Nähe

Tief in jedem schlummern geheime Wünsche und Sehnsüchte, die wir in der heutigen Zeit oft verstecken oder verdrängen. Wir glauben, dass diese nicht schicklich oder wir es nicht wert seien, diese zu erlangen. Wir meinen, dass diese nicht zu uns passen würden oder wir es niemals schaffen könnten, dorthin zu gelangen. Wir sind einfach nicht dafür gemacht, den Sehnsüchten in uns Raum zur Entfaltung zu geben…
Trotz aller Vorsätze, Ideen über uns, Meinungen anderer über uns und „dem Sein Müssen“, die uns alle fest auf unserem Kurs fahren lassen, gibt es diese Momente im Leben. Diese kurzen Sequenzen, die uns das Gefühl geben, dass dieser Moment meiner Sehnsucht ganz nah und sofort zu erreichen sei. Ich müsse nur zu greifen. In dem Übermut der euphorischen Freude darüber bleibt mir zuerst die illusorische Befriedigung darüber erhalten. Doch nach kürzester Zeit muss ich feststellen, dass meine Sehnsucht an den Klippen der Realität zerschellt ist. Dass ich zwar die Chance ergriffen habe, jedoch hat mich der Zauber daraus verlassen. Bei näherer Betrachtung muss ich mir ernüchternd eingestehen, dass dieser wohl eher zu keiner Sekunde mein Begleiter war. So greifbar der Moment war, so sehr ist er in meinen eigenen Händen zerronnen.
WARUM? Wie kann es sein, dass große Philosophen beschwören, dass ich die Wellen des Lebens nutzen und mich tragen lassen solle, um den Zauber meiner Sehnsüchte und Wünsche integrieren zu können, wenn das aber nicht zu funktionieren vermag? Warum scheitere ich? Ich lass mich doch in der Sehnsucht nach dem großen Fisch auf der Welle des Lebens tragen. Doch dann ist der Moment da, der Fisch springt vor mir aus dem Wasser hoch. Er glitzert in den prächtigsten Farben und seine Lebendigkeit erfüllt mich bis in die letzten Zellen meines Körpers. Da ist sie die tiefe Zufriedenheit, die ich anstrebe und in mich aufsaugen möchte. Ich muss ihn jetzt nur ergreifen. Ich fasse zu. Er liegt in meiner Hand. Ich fühle diese wahnsinnige Freude, die meinen ganzen Körper warm durchschwämmt und mir die Empfindung schenkt, fast zu fliegen. Der Fisch zappelt und kämpft. Als die innere Flut in mir verebbt, schaue ich auf den Fisch und stelle entsetzt fest, dass mich dieser verlassen hat. Er ist tot. Leblos. Glanzlos. Weg. Doch liegt er in meinen Händen. Ohne Erfüllung. Keine Zufriedenheit.
Was ist schief gelaufen? Was habe ich verkehrt gemacht? Warum habe ich immer das Pech in meinem Leben, dass ich das Wohlbefinden nicht halten kann? Der verhängnisvolle Weg des Scheiterns ist tief in uns verankert. Unsere Lebensweise gebietet uns, dass wir uns mit den Ellenbogen durchkämpfen und alles nehmen müssen. Ständig sind wir in unseren Köpfen damit beschäftigt, Dinge zu bewerten, zu analysieren, vorherzusagen. Schlichtweg sind wir den ganzen Tag damit beschäftigt, fernab unserer Sinneswahrnehmungen den Trip der inneren Genugtuung zu bereisen. Im Mittelpunkt das Ich des egozentrischen Weltbildes. Ich will, ich meine, ich denke, ich… und die Welt wird folgen? Denn darin liegt das Paradoxon unserer Existenz begraben. Das Ich begehrt alles, doch erwartet von seiner umgebenen Welt, dass diese sich nach seinen Vorstellungen verhält oder gar nur für ihn verändert. Der Trugschluss unserer verkopften Ära, die den Bezug zum „wahren“ Kern verloren hat. Genährt wird dies neben den oben benannten, inneren kognitiven Prozessen auch aus den Eigenschaften, die wir uns im Laufe der Evolution in den letzten Jahrhunderten antrainiert haben. Ungeduld, Gier, ungebändigtes Machtbedürfnis, andere aus der eigenen Empfindung ausklammernd, festbeißen an etwas mit dem inneren Kanon, bekomme ich es nicht, wird es ein anderer nie wieder, Sammelmentalität, Aufwertung über Stati- Symbole usw. Diese und noch viele andere Eigenschaften führen in ihren Kombinationen dazu, dass wir in der Gier nach dem Fisch diesen sofort festhalten müssen und ihn damit zerstören, weil wir aufgrund unserer Sozialisation nicht angemessen auf ihn reagieren werden können. Ein weiterer Misserfolg- Aspekt ist auch die Komponente der Zeit, denn in der Regel kann ich das, was ich erblicke, weil es sich mir offenbart, nicht gleich in mein Innerstes integrieren. Dafür sind weder wir, noch unsere Umwelt geschaffen. Trotzdem versuchen wir es immer wieder zu erzwingen. Doch ohne die permanente, gegenseitige Betrachtung kann keine gemeinsame Schnittmenge der Erfüllung erschaffen werden. Die Sehnsucht kann dabei noch so riesig sein. Ich werde scheitern, denn, was nicht passend ist, kann ich durch inneren Zwang und Begierde mit der größten Gewalt trotzdem nicht verändern. Erst muss ICH die geeigneten Mittel und Wege finden. Adaptieren wir es auf unseren Fisch. Wenn ich noch nicht schwimmen gelernt habe, kann ich nichts von der Lebendigkeit und Ungezwungenheit des Fisches abbekommen. Wenn ich das will, muss ICH schwimmen lernen, denn seine Attribute strahlen nur auf mich ab, wenn er ganz er selbst bleiben kann. Tue ich es nicht, nehme ich mir nicht die Zeit dazu, dann sterbe ich oder der Fisch und damit auch das, was ich mir so sehr gewünscht habe und mich in seinem Schillern so sehr verzaubert hat. Der Fisch – als Wasserbewohner – wird in dem kurzen Moment auch nicht atmen lernen, weil ich das so will. Insgesamt kann ich also das Leben nicht zwingen, sich mir anzupassen, damit ich glücklich und zufrieden sein kann. Wenn ich etwas ersehne, dann kann nur ich es durch meine Veränderung erreichen und zum Teil meiner Selbst werden lassen.
Doch muss ich oder meine Umgebung erst sterben, bevor Veränderungen möglich sind? Glücklicherweise nicht. Der Eingangsvers suggeriert uns schon einen möglichen Weg. Gehen wir dazu wieder zu unserem Fisch. In meinem Kopf und meiner Bewertung gefangen und die wahre Begebenheit nicht greifend, bemerke und begreife ich nicht, dass ich den Fisch in meiner Hand töte. Ich lasse mich von meiner, inneren Überschwemmung der Glückseligkeit blenden und male mir vielleicht sogar schon aus, wie schillernd nun mein Leben verlaufen wird, da ich den Fisch nun bei mir trage. Durch diese verkopfte Gefangenschaft in meinem Selbst nehme ich das andere Lebewesen – den Fisch – nicht wahr. Mir entfällt, dass er im Sterben liegt. Ich achte nicht auf ihn, denn ich habe, was ich begehrte. Mit dieser Ignoranz töte ich die mich umgebene Materie, so dass deren Energie erlischt und meine Sehnsucht in meiner plötzlichen Überraschung doch ungestillt bleibt. Wäre ich nicht rigide in meinen Mustern geblieben, sondern hätte ich in der Euphorie den Wandel des Fisches noch achtsam erfahren, hätte ich sein Ableben bemerken können. Durch den Dämpfer unserer Interaktion wäre der Fisch in seinem weiteren Leben zwar befleckt gewesen, doch hätte er leben können. Seine Urtümlichkeit wäre modifiziert gewesen. In der Gemeinschaft seiner Artgenossen hätte er im Laufe der Zeit doch den ursprünglichen Zustand fast wieder erlangen können. Mich hätte er zu diesen geführt und in der Betrachtung dieser Wesen hätte ich in Einhüllung von ihrem Zauber lernen können, wie ich mir diesen erhalten kann. Ich lasse mich am Flussufer nieder und lebe dort in gegenseitiger Achtung mit ihnen zusammen. Optimal könnte alles laufen, wenn ich dem Leben vertraue. Es wird mir nicht den Fisch offenbaren, wenn ich meine Sehnsucht nicht erreichen dürfte und könnte. Es bringt mich genau dorthin, was ich benötige, um das zu erreichen, was ich mir wünsche. Wenn ich diese – den Fisch – betrachten kann und mich darauf einlassen kann, dann wird sich mir mein Wunsch erfüllen. Doch dafür kann es notwendig sein, alte Muster, alte Einstellungen, Meinungen anderer oder die „Muss- so- sein- Gedanken“ loslassen zu müssen. Rigidität und mangelnde Anpassungsfähigkeit gegenüber dem Leben bescheren uns das Gefühl, stets das Pech gebucht zu haben und immer auf der Liste derer zu stehen, die unglücklich durch ihre Existenz waten müssen.

Betrachte deine Sehnsucht achtsam, sauge diese in ihrer Lebendigkeit und Beschaffenheit auf, gestalte dich und dein Leben danach und sie wird sich freiwillig zu dir gesellen.

Du kannst den Moment nicht fangen, du kannst ihn nur leben und akzeptieren, sonst ist er vorbei, ehe du in ihm angekommen bist. Dann wirst du den Zauber/ die Aura dieses Moments niemals fühlen können, weil du im Zwang deines Kopfes bzw. in der Vorstellung des Moments gefangen bist, welche dir das wahrhaftige Er-leben versagen werden.

© Harley Hammer- Quin, 06.04.2015

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Abgrund

„Wenn du lange in einen Abgrund blickst,
blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Friedrich Nietzsche

Jeder, der schon einmal vor einem Lebensabgrund stand oder dort von anderen (Eltern, Lehrern, Fremden, Betreuern, Freunde, Verwandte…) hingestellt wurde, weiß, dass es ohne das innerliche Vorbereiten eher von negativer Natur ist, dort zu verweilen. Zuerst herrscht die gewaltige Starre, die uns davor beschützen soll, tief in den Abgrund zu stürzen. Doch werden wir im Verlauf unseres folgenden Lebens aus diesem Muster agieren und immer und immer wieder gleiche, ähnliche „abgrundtiefe“ Erfahrungen machen. Irgendwann kommen wir dann an den Punkt, dass wir uns selbst hinterfragen, uns und unser Leben. Es entstehen Fragen, warum mein Leben ausgerechnet so läuft, warum ist ausgerechnet mir das alles passiert und viele andere kritische und zweiflerische Gedankengänge, die unser momentanes Leben zerdrücken und ihm jegliche Atemluft zur Entfaltung nehmen…
Doch ist es nicht klar, dass mich die Dinge beeinflussen/ ein Teil von mir werden, die mich umgeben? Stehe ich nicht im engen Kontakt zu allem, was mich umgibt? Ist es dabei nicht egal, ob ich das will oder nicht? Tatsache bleibt, dass dieser Abgrund, welcher Natur auch immer er ist, stets auch Spuren in mir und meinem Leben hinterlässt.

Das Härteste für mich war die Erkenntnis, dass es so ist. Da bin ich so, wie ich bin, weil ich als Kind und als Jugendliche eine ganz persönliche Lebensgeschichte durchlaufen musste. Diese war in totaler Abhängigkeit von den Menschen, die mich da umgaben. Ich hatte keine Wahl. Entweder folge ich den Mustern und den Erwartungen, die an mich gestellt wurden oder ich erlebe Gegenwehr, Kleinmacherei, Ablehnung, Abwertung und einen noch viel größeren Entzug von emotionaler Nähe und Aufmerksamkeit und echter/ authentischer Wertschätzung. Was ist, wenn du Eltern hast, die nicht in der Lage sind, dich auf das Leben vorzubereiten? Was ist, wenn deine Eltern dich nicht sehen, dich nicht erkennen können? Wie sollen diese in dieser Situation angemessen auf dich eingehen, wenn sie die Norm von dir erwarten, aber selbst keinerlei Norm entsprechen? Wie kann ich jemanden begleiten, wenn ich diesen nicht so wahrnehme, wie er ist?

Da entsteht automatisch der erste und vor allem auch sehr prägende Lebensabgrund. Ich konnte mich nicht wehren oder es ändern. Er ist da – der Abgrund.
Nun übernehme ich als Kind die Lebenswelt meiner Eltern. Ich erlerne Verhaltensweisen wie sie. Ich gehe mit anderen um, wie sie es mir beigebracht haben, wie sie zu mir waren. Ich schreibe mir den Wert zu, den sie mir durch ihr Verhalten aufgebürdet haben. usw. Den Abgrund, den meine Eltern für mich formten, absorbiere ich als Kind und forme ihn zu meiner Lebenswelt, ohne zu begreifen, dass diese Lebenswelt bedrohlich und gefährlich ist. Ich stehe vor einem Abgrund und die Angst, hineingezogen zu werden, wenn ich den schmalen, vorhandenen Grat verlasse, lähmt mich und hält mich in ihm gefangen. Die erstarrende Angst ist riesig und lässt mich meine Augen nicht von ihm heben können. Mein Kopf lässt sich nicht drehen, denn dort stehen meine Eltern – rechts, links, hinter mir, über mir – und halten mich durch ihren Blick, durch ihre Einstellung in einem engen Korsett…

Nach einer gefühlten Ewigkeit der Erstarrung und Pflichterfüllung und versuchtem Aufbegehren…
Nun stehe ich hier und stelle fest, dass meine Eltern gar nicht hier sind. Ich stehe alleine, keiner ist mehr da und ich lass mich immer noch von diesem Abgrund bannen. Ich habe es so gelernt. Pass auf oder du fällst! Nimm dich in Acht vor dem Abgrund! Erfülle die Erwartungen und du stehst! Dieses Druckgespenst presst mich an den Abgrund… Da sind sie nun, die lebensbedrohlichen Einstellungen, die nichts mit mir und meinem Wesen zu tun haben. Doch sie sind drohend, einengend, fordernd und voller Angst erzeugender Gedanken… Er lässt mich scheitern. Er lässt mich resignieren.

Dieser Abgrund, der sich drohend über mich zusammen braut, sich aufbäumt und mich in seinem Druck auf den Boden schmeißt. Mein Körper schmerzt, meine Seele droht, zu zerspringen. Ich breche zusammen und liege da… am/ um/ im Abgrund, der mich mittlerweile fast völlig in seiner Gewalt hat. Nichts geht mehr. Da bemerke ich, dass da, wie ich da ohne Regung/ ohne Kraft liege, etwas anders ist als sonst… Was ist das?

Ich habe unter der Last der falschen/ schädigenden Druckgespenster nachgegeben. Ich habe den gewohnten Pfad verlassen.
Ich liege…

Ich blicke in den Himmel…

Ich spüre meinen Körper, diese innere Ruhe…

Plötzlich kann ich den Abgrund nicht mehr sehen. Ich spüre einen Anflug von Frieden in mir. Der Himmel offenbart ein wunderschönes Blau, auf dem Wolken ihre Bahnen ziehen. Nichts passiert. Der Abgrund saugt nicht an mir. Der Abgrund zieht mich nicht runter. Er ist nur noch da – neben mir – meine Hand kann ihn ertasten, wie es steil neben mir herab geht.

Ich richte mich auf und blicke das erste mal in meinem Leben – allein – in eine andere Richtung. Vor dem Abgrund – hinter meinem Rücken – ist eine andere Welt. Eine lebensfreundliche Welt, wie sie mir so scheint… Nun richte ich mich langsam auf und gehe auf diese neue Lebenswelt zu. Da ist es diese euphorische Freude über den Erfolg. WOW, geschafft, du bist frei… 🙂 …

Doch dann – in meiner neuen Lebenswelt – muss ich bitter feststellen: Der Abgrund lebt – ist da – er lebt in mir. Bei jeder neuen Wegstrecke drehe ich mich um, versuche auf Türme zu steigen, um mit Skepsis den Schauplatz abzustecken, ob nicht irgendwo still und heimlich der nächste Abgrund lauert. Mich zu packen – doch zu verschlucken –  Angst! Da ist sie wieder. Kein Abgrund weit und breit und doch bestimmt mich dieser weiterhin… Ist die Freiheit doch nur eine Illusion?
ICH WILL DAS NICHT!!! ICH WILL DAS LEBEN UM MICH HERUM GENIEßEN UND LEBEN KÖNNEN!

HALT! STOPP!
Abgrund – du Teil von mir – bitte lass mich in Ruhe. Ich bin weit weg von dir und ich lebe nun ein anderes Leben. Sei nur noch mein Begleiter und melde dich, wenn ich vor dir stehe. Zeige mir, wenn ich wieder in diese Muster rutsche, die mir als Kind halfen, um zu überleben. Doch nun bin ich erwachsen, bin umgezogen und ich lerne täglich Neues, wie das Leben ohne Dauerangst ist. Wie ein bestätigendes Leben – meine Lebensintegrität – sich anfühlt, wenn ich ich bin und mich durch mein Handeln in meinem Sein fühlen darf. FRIEDEN… RUHE…
Ich darf entscheiden, wohin ich gehe, wann ich es tue, wie ich es tue, warum ich es tue… ICH darf frei entscheiden, welche Konsequenzen ich leben will. Meine Entscheidungen bringen meinen Weg. Ich gehe nun meinen Weg. Manchmal ist der Abgrund noch sehr aktiv und wirft seine Verlockungen der Gewohnheit aus, doch schon oft – in meinem Leben – kann ich ihn anlächeln und sagen, DANKE, dass du da warst und mich das Fürchten gelehrt hast. Ich möchte auf mich achten, dass ich in mir – bei mir – meine Mitte trage und den Atem spüre, der voll in meine Lungen gezogen wird und mich entspannt. Tiefe Atemzüge – in der Mitte meines Lebens – in Ruhe. Freiheit meiner Entscheidungen, die mich befähigen, das Leben spüren zu können. Das Leben in all seinen Facetten, in seinem pulsierendem Verlauf. Denn auch so schwach ich mich allein vor dem Abgrund gefühlt habe, so stark hat er mich gemacht. Stark – nun – meine Entscheidungen fällen zu können, nachdem ich die Konsequenzen abgewogen habe. Die bewusste Entscheidung für das, was möglich ist – mein Leben – meine persönliche Freiheit, das tun zu dürfen. AUCH in dem Wissen und Gefühl, dass der Abgrund immer bei mir sein wird, denn es leben Anteile in mir, die nie von ihm abgehen werden. Doch diese sind mittlerweile oft nur noch stille Teilhaber, denn ich bin NICHT meine Mutter, ich bin NICHT mein Vater, ich bin NICHT meine Verwandten, ich bin NICHT… etc. …
ICH bin ICH und ich DARF mein Leben leben und was mir schadet, darf ich aus meinem Leben streichen und was mich im Frieden hält, darf ich kultivieren. WEIL ICH ES SO WILL!

ICH BIN NICHT DAS OPFER MEINES ABGRUNDES!

ICH BIN DER MENSCH, der sich befreit hat.

ICH BIN DER MENSCH, der neue Wege ausprobiert.

ICH BIN DER MENSCH, der dort neue Wurzeln schlagen wird, wo ich meinen, inneren Frieden fühle.

ICH BIN DER MENSCH, der die Kraft hat, Gewohnheiten zu brechen und mein Leben zu spüren – MEIN LEBEN zu LEBEN!

IM PRINZIP VERANTWORTUNG IM RESPEKT ZU MIR UND GEGENÜBER DEN WESEN/ MENSCHEN, DIE MICH UMGEBEN, achte ich auf mein Verhalten und wäge sorgfältig ab, so dass niemand wegen mir längerfristig aus seiner Mitte gerissen wird! Doch ziehe ich eine Grenze, wenn das ein anderer mit mir macht. Ich möchte nicht mehr wegen einem anderen Leiden, dass er zufrieden ist und seine Macht/ seinen Sadismus an mir ausleben kann. Denn da lebt er/ sie gut und ich stehe gefroren vor dem Abgrund… auch wenn er/ sie es nicht sieht oder fühlt. Das lass ich nicht mehr zu, da ich nun meinen Weg gehe und der beinhaltet Liebe! ❤

(C) Harley Hammer-Quin

Wahrheit – Wahrnehmen – Mitgefühl

Wahr-heit schöpft sich nur aus echtem Wahr-nehmen!

= Wenn ich mein Gegen-über mit allen meinen Sinnen in mich auf-nehme, dann kann ich ihn/sie wirklich er-fühlen! Ich habe die Chance diesen Moment von ihm/ihr nehmen zu dürfen und damit das Wahre seines Seins erkennen zu dürfen, wenn ich es schaffe, mein Ego zu überwinden!

= Er/ Sie zeigt mir offen seine/ ihre innere Wahrheit, die ich mir ohne Bewertung durch Hereinfühlen nehmen darf…

Dann fühlt mein Herz mit ihm/ihr mit! Ich er-kenne ihn/ sie!

(C) Harley Hammer-Quin

SDC11534

Manchmal, still im inneren Frieden

Manchmal sind Etappen erreicht,
doch das Bemerken nicht so leicht.
Ewig lange darauf hingearbeitet,
doch zwischenzeitlich haben Wahrnehmungsfelder sich erweitert!
Manchmal sind diese Momente dann da,
diese tiefe Freude & der innere Frieden werden gewahr!
Nicht erzwungen, nur im stillen Atemzug erkannt,
von alleine errungen, still & heimlich in vollster Bewusstheit ernannt!

(C) Harley Hammer- Quin, 08.12.2014